Viele unserer Kleidungsstücke werden mittlerweile in Asien produziert. In Ländern wie China oder Indien, gelten jedoch nicht die gleich strengen Auflagen für die Verwendung von gesundheitsschädlichen Chemikalien. Da verwundert es nicht, dass in der Import-Kleidung immer wieder giftige Substanzen gefunden werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wird nicht müde diese Zustände zu kritisieren und fordert die Einführung eines gesetzlichen Zertifikats für „Öko-Mode“.

TextilienZurzeit können sich die Verbraucher nur an allgemeinen Hinweisen auf der Kleidung orientieren. Wenn die Hersteller empfehlen, die Ware „vor dem Tragen zu wachen“ oder mit dem Begriffen „knitterfrei“ oder bügelfrei“ werben, müssen die Verbraucher davon ausgehen, das sich unter Umständen giftige Substanzen in der Textilien befinden. Selbst nach mehrmaligem Waschen gibt es häufig noch gesundheitsschädliche Rückstände, die über die Haut in den Körper gelangen zu können. Gifte in Textilien sind aber nicht nur ein Problem für die Verbraucher, vor allem die Arbeiter in den Fabriken haben darunter zu leiden. Sie arbeiten häufig völlig ungeschützt mit Stoffen, die hierzulande längst verboten sind. Wer solche Produktionsbedingungen nicht mehr länger unterstützen möchte, sollte auf die Einhaltung gewisser Ökostandards achten.

Eine gute Orientierung bieten die verschiedenen Öko-Siegel, wobei sie unterschiedliche Maßstäbe an den Tag legen. Zu den bekanntesten Öko-Siegeln zählt beispielsweise „IVN Best“. Die Naturtextilbranche kennzeichnet mit diesem Kürzel alle Kleidungsstücke, deren Rohstoffe aus biologischem Anbau stammen. Große Kaufhausketten setzen beispielsweise auf den „Öko-Tex Standard 100“, ein anderes Öko-Siegel, das für schadstofffreie Kleidung garantiert. Nach Angaben von Greenpeace legt das Öko-Siegel „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) zurzeit die strengsten Kriterien an. Es steht sowohl für umweltfreundliche und giftfrei produzierte Kleidung als auch für die Einhaltung sozialer Mindeststandards.

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