Das starke Wachstum der Weltbevölkerung stellt die globale Landwirtschaft vor eine große Herausforderung. Sie muss in Zukunft immer mehr Menschen ernähren. Zugleich lässt sich aber die Anbaufläche nicht beliebig erweitern.

Die Großkonzerne sehen den verstärkten Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut als Weg aus der Krise. Sie wollen mit resistenten Pflanzensorten den Ertrag steigern. Kritiker halten dem entgegen, dass der Anbau genveränderter Pflanzen große Risiken berge, die jetzt noch niemand abschätzen könne. Es sei ein Weg in die Sackgasse, noch größere Monokulturen anzulegen und riesige Mengen an Pestiziden und Kunstdünger auszubringen. Letztlich führe dies zu einer Verarmung der Böden und der Bevölkerung.

Nachhaltige Bio LandwirtschaftDer Schlüssel zu Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung liegt nach ihrer Ansicht im globalen Bio-Landbau und der effizienteren Nutzung von Lebensmitteln. Zur Zeit landen etwa 30% aller produzierten Nahrungsmittel auf dem Müll. Hierzulande ist es die Wegwerf-Mentalität und in den Entwicklungsländern die fehlenden Möglichkeiten der Lagerung, die zu dieser maßlosen Verschwendung führen. Würden alle Menschen auf der Welt einen ähnlichen hohen Fleischkonsum pflegen würden, wie die Verbraucher der westliche Industrienationen, wäre schon jetzt die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr zu schaffen. Der Bund für ökologische Lebensmittelwirtschaft hält es für möglich die Weltbevölkerung mit Bio-Nahrungsmitteln zu ernähren. Das setze aber voraus, dass die Verschwendung von Ressourcen und der übermäßige Fleischkonsum eine Ende finden.

Der biologische Landbau führe zwar auf lange Sicht zu geringeren Erträgen als der konventionelle, sei aber auch mit viel weniger Aufwand verbunden. Nachhaltige Bio-Landwirtschaft braucht keine Pestizide, keinen Kunstdünger und keine Gentechnik. Die Bauern bleiben unabhängig von den großen Saatgut-Konzernen und können langfristig dieselben Flächen bewirtschaften. Diese Nachhaltigkeit kommt nicht nur der Umwelt zu Gute, sie sichert auch langfristig regelmäßige Ernteerträge.

Foto © sima – Fotolia.com