Immer mehr Hausbesitzer decken ihren Energiebedarf aus regenerativen Quellen. Die Nutzung von Erdwärme, Biomasse und Solarenegie erlebt seit dem Ausrufen der Energiewende einen beispiellosen Boom. Allerorten sieht man neue Solaranlagen auf den Hausdächern, die ganzjährige kostenlosen Strom oder Wärmeenergie liefern. Der Staat fördert seit Jahren den Einstieg in die „grüne Energie“ durch direkte Zuschüsse oder günstige Darlehen der KfW. Seit dem 15. August können Hausbesitzer, die in die Nutzung regenerativer Energiequellen investieren möchte, mit einer noch stärkeren Förderung rechnen.

Zuschüsse und Förderungen reizen viele Hausbesitzer

Solardach auf einem EinfamilienhausFür einzelne Formen der Wärmeenergiegewinnung gibt es jetzt noch höhere Zuschüsse und Bonuszahlungen. Von der verstärkten Förderung können beispielsweise die Nutzer von Solaranlagen, Wärmepumpen und Biomasse-Heizanlagen profitieren.

Konkrete Änderungen gab es bei der Förderkonditionen des Marktanreizprogrammes (MAP). Aus diesem können die Eigentümer privater, gewerblich oder öffentlich genutzter Gebäude Zuschüsse für den Bau von Heiz- oder Warmwasseraufbereitungsanlagen, abrufen. Bei kleinen privaten Projekten kommt das Geld direkt vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (Bafa), bei Großprojekten von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Bundeshaushalt sieht in 2012 für das MAP in Budget von 336 Millionen Euro vor.

Die erhöhte Förderung ist aber an bestimmte Bedingungen und Voraussetzungen geknüpft und wird demzufolge nicht jedem zu gute kommen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird sich die Mindestförderung für kleine Solaranlagen um bis 400 Euro erhöhen. Für bestimmte Lösungen, beispielsweise einer Kombination aus Solaranlage und einer Wärmepumpe, sind Bonuszahlungen über 500 Euro vorgesehen.

Bislang wurden Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien nur in Altbauten gefördert. Nach den neuen Förderkonditionen sind auch entsprechende Anlagen in Neubauten unter bestimmten Umständen zuschussfähig. Das gilt beispielsweise für große Wärmepumpen.

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