Von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade ist es ein langer Weg. Wohl kaum jemand macht sich darüber Gedanken unter welchen Umständen der Schokoladengrundstoff produziert wird. Ein Großteil der Weltkakaoproduktion stammt aus Entwicklungsländern wie der Elfenbeinküste, Indonesien und Ghana. Es sind meistens die Kleinbauern aus den ländlichen Regionen, die für den Nachschub der großen Nahrungsmittelkonzerne sorgen. Die Unternehmen diktieren die Preise, in den Taschen der Kleinbauern bleibt nicht viel hängen. Sie sind gezwungen ihre Kinder zur Arbeit auf die Felder zu schicken, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

fair trade schokoladeEs ist nicht nachvollziehbar und in höchstem Maße ungerecht, dass die Produzenten eines unverzichtbaren Rohstoffs mit einem Hungerlohn abgespeist werden. Die Forderungen nach sozialen Mindeststandards für die Kleinbauern verhallten jahrelang ungehört, die Konzerne fürchteten um ihre Gewinne. Erst seit immer mehr Verbraucher zu Fair-Trade-Schokolade greifen, ist bei den großen der Branche ein Umdenken zu spüren. Die Konzerne entdecken plötzlich ihre „Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt“ und setzten sich für neu Öko-Standards und fairen Handel ein. Der Einsatz für die Kakaobauern erfolgt letztlich auch im eigenen wirtschaftlichen Interesse.

Die zunehmende Nahrungsmittelspekulation gefährdet die Gewinne und den Nachschub der Kakaoindustrie. Stark schwankende Preise und die künstliche herbei geführte Verknappung des Rohstoffs erschweren den Schokoladenherstellern das Tagesgeschäft. Da lohnt es sich, die Kakaobauern besser zu entlohnen, ihre Produktivität zu steigern und nachhaltiges ökologisches Wirtschaften zu fördern. Nur so kann die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Kakao befriedigt werden.

Mit dem Kauf von Fair-Trade-Schokolade kann jeder Verbraucher einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Kakao-Anbauregion leisten. Entsprechend zertifizierte Süßigkeiten wurde unter Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards produziert und ermöglichen den Kleinbauern ein menschenwürdiges Leben.

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