Seitdem der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie von der Bundesregierung 2011 beschlossen wurde, fragen sich viele Bürger: Wie viel kostet uns die schnelle Energiewende?

Eins ist klar, diese Antwort kann derzeit noch nicht genau beantwortet werden. Selbst Experten streiten sich in diesem Punkt. Manche behaupten die Bürger werden die Kosten der Energiewende nicht einmal merken, andere wiederum rechnen mit steigenden Jahreskosten von etwa 200 Euro für eine vierköpfige Familie.

Strom wird teurer

Deutschland benötigt immer mehr Energie. Durch die Abschaltung der Kernkraftwerke jedoch wurde die Stromproduktion enorm gebremst. Andere Energien müssen diesen Verlust kompensieren. Meist wird auf erneuerbare Energien zurückgegriffen, welche jedoch hoch subventioniert werden, so dass am Ende doch jeder einzelne Bürger zur Kasse gebeten wird. Das Bundesumweltministerium rechnet kurzfristig mit eine Preissteigerung von 0,5 Cent – 1 Cent und langfristig sogar mit einer Erhöhung von bis zu 5 Cent pro Kilowattstunde.

Aktuelle Situation

Der Verlust durch die mangelnde Kernenergieproduktion lässt sich aber trotzdem problemlos durch die alternativen Energien kompensieren. Hierbei ergibt sich jedoch eine neue Problematik. Der Strom aus Windenergie beispielsweise lässt sich nur im Norden der Republik effizient produzieren, welcher unter anderem aber auch im Süden benötigt wird. Um dies zu ermöglichen ist es zwingend notwendig neue Hochspannungsleitungen zu bauen. Es wird davon ausgegangen neue Trassen mit einer Gesamtlänge von 3000 km bis 4000 km bauen zu müssen.

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