Die deutschen Verbraucher werden in naher Zukunft noch tiefer für die Stromversorgung in die Tasche greifen müssen. Neben der Raffgier der großen Energiekonzerne wird vor allem die angestrebte Energiewende die Strompreise weiter in die Höhe treiben.

Ökostrom Umlage als Hauptverursacher steigender Strompreise?

Steigende Strompreise - Energiewende nur als Vorwand?

Steigende Strompreise – Energiewende nur als Vorwand?

Nach einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird ein Durchschnittshaushalt, mit einem jährlichen Energieverbrauch von 4000 kw/h, im nächsten Jahr etwa 56 Euro mehr bezahlen müssen. Ursächlich für den erwarteten Anstieg ist die gesetzlich verankerte Ökostrom-Umlage. Sie garantiert den Erzeugern von Energie aus regenerativen Quellen einen bestimmten Abnahmepreis, der über dem durchschnittlichen Preisniveau für konventionell erzeugte Energie liegt. Die Mehrkosten sind von den Verbrauchern über die Ökostrom-Umlage zu finanzieren. Da es im Zuge der eingeleiteten Energiewende zu einer massiven Investition in die Erschließung erneuerbarer Energiequellen gab, und zunehmend mehr Ökostrom in die Netze fließt, wird die Umlage im nächsten Jahr von 3,6 Cent auf wahrscheinlich 5,0 Cent je Kilowattstunde steigen.

Steigende der Strompreise und kein Ende in Sicht!

Auf lange Sicht müssen sich die Verbraucher auf weitere Preissteigerungen durch die Öko-Umlage einstellen. Bis zum Jahr 2020 halten Experten einen Anstieg auf bis zu 7 Cent für sehr wahrscheinlich. Die Rechnung ist ganz einfach, je stärker der Anteil des Öko-Stroms am der gesamte Stromproduktion, umso teurer wird es werden.

Nur leere Versprechungen der Regierung?

Ursprünglich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen die Belastung der Bürger durch die Förderung regenerativer Energien nicht weiter ansteigen zu lassen. Angesichts der aktuellen Entwicklung werden bereits Rufe nach einer Überarbeitung des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) laut. Gut möglich, dass es zu einer Deckelung der Öko-Umlage kommen wird.

Unterm Strich ist die Mehrbelastung für die Verbraucher aber verkraftbar. 56 Euro im Jahr sind weniger als 5 Euro im Monat. So viel sollte der Atomausstieg jedermann wert sein.

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