Die deutsche Energieversorgung wird seit Jahrzehnten durch einen so genannten Energie-Mix sichergestellt. Bislang leistete die Braunkohle mit 25% den größten Anteil an der gesamten Energieproduktion. Es folgten andere fossil Energieträger, wie Steinkohle (19%) und Erdgas (14%). Der Anteil der Atomkraft an der Energiegewinnung wird gemeinhin überschätzt, er lag in 2011 bei nur 18%. Zum Vergleich:bereits im vergangenen Jahr wurde unser Strom zu knapp 20% aus regenerativen Energiequellen gewonnen. Schon im Jahr der Energiewende wurde also mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt als aus der umstrittenen Atomkraft.

Regenerative Energiequellen auf dem Vormarsch

Mix Regenerative Energie

Energieversorgung mit regenerativen Energien

Nach dem endgültigen Aus der Atomkraft sollen die regenerativen Energiequellen künftig die Hauptlast der Energieversorgung tragen. Nach Einschätzung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) wird man dieses Ziel bereits im Jahr 2013 erstmals erreichen. Bis dahin werden nach Ansicht der Experten, Sonne, Wind und Biomasse ein Viertel unserer benötigten Energie erzeugen. Die Steinkohle wurde damit ihren Status als Energieversorger Nr. 1 verlieren.

Angesichts dieser Prognose, scheint das Ziel der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien am Energie-Mix bis zum Jahr 2020 auf 35% zu erhöhen, leicht erreichbar. Allerdings basiert die Einschätzung auf Zahlen aus 2011, das als besonders gutes Windjahr gilt und durch die Entscheidung für die Energiewende einen enormen Boom erneuerbarer Energien erlebte.

Ziel und Hoffnung: Off-Shore Windpark

Den nächsten großen Schub für die Erzeugung grünen Ökostroms werden die geplanten Großprojekte für Off-Shore-Windparks in der Nordsee geben. Hierfür ist ein massiver Ausbau der Stromnetze erforderlich, eine Herkulesaufgabe, welche Politik und Wirtschaft zur Zeit vor erhebliche Probleme stellt. Der Direktor des IWR, Norbert Allnoch räumte aber mit Befürchtungen auf, durch die Energiewende müssten etliche neue Stromtrassen gebaut werden. Das sei gar nicht der Fall, vielfach reiche es aus die vorhandenen Trassen auszubauen.

Foto © Daniel Ernst – Fotolia.com