Steigende Energiepreise und die strengen Vorgaben der Energie-Einsparverordnung, haben eine Wärmedämmung in den Fokus von Hausbesitzern gerückt. Die einen möchten ihr Haus besser isolieren und die anderen müssen es aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Eine bessere Dämmung geht nicht nur mit einer Reduzierung der Heizkosten einher, die Isolierung führt auch zu einem geringeren Kohlendioxidausstoß, schließlich wird in einem gut gedämmten Haus weniger Brennstoff für die Beheizung benötigt. Unterm Strich nützt die energetische Sanierung sowohl der Umwelt als auch dem eigenen Geldbeutel. Besonders effektiv ist die Dämmung der Fassade, sie stellt in Altbauten das größte Wärmeschlupfloch und sollte zuerst saniert werden.

Gefahr durch Polystyrol als Wärmedämmung

Wärmedämmung

Effektive Wärmedämmung spart Energiekosten

Die meisten Bauherren entscheiden sich aufgrund der vergleichsweisen niedrigen Anschaffungskosten und der starken Dämmwirkung für eine Isolierung aus Polystyrol. Dabei handelt es sich um Styroporplatten, die von außen auf das Gebäude geklebt werden. Zigtausende Objekte wurden in den letzten Jahren mit dem Material verkleidet, doch plötzlich werden Stimmen laut, die vor der Verwendung von Polystyrol warnen. Hintergrund ist die offensichtlich unterschätzte Brandgefahr, In den letzten Monaten kam es zu einigen aufsehen erregenden Brandereignisse in Frankfurt und Berlin, bei der mit Polystyrol gedämmte Fassaden Feuer fingen.

Offenbar ist das erdölbasierte Produkt sehr viel leichter entflammbar als bislang angenommen. Obwohl die Feuerwehr zum Teil schon nach wenigen Minuten am Brandort war, konnte sie das Übergreife des Brands auf das Innere des Gebäudes nicht mehr verhindern. Das Besondere daran: die Brände entstanden an der Fassade und breiteten sich rasend schnell von außen nach innen aus.

Eigentlich soll die Fassade die innen liegende Dämmschicht einige Zeit vor einem Feuer schützen können. Warum das in den beiden Fällen nicht geschah, wird noch geprüft. Allein die schnelle Ausbreitung des Feuers hat aber nutzen Experten auf den Plan gerufen, die eine erneute Überprüfung des Materials im Hinblick auf sein Eignung als Fassadendämmung fordern.

Alternative Dämmmaterialien

Hausbesitzern stellen sich zur Zeit zwei Möglichkeiten: Entweder sich verzichten vollständig auf Polystyrol und greifen zu anderen Dämmstoffen, bspw. Mineralwollmatten, oder sie achten zumindest auf einen lückenlosen Einbau von Brandschutzstreifen über den Fensterstürzen. Diese bestehen aus Mineralwolle und können ein Übergreifen des Feuers von Etage zu Etage unterbinden. Beim Aufbringen der Fassade wird diese Brandschutzmaßnahme häufig vernachlässigt.

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