Holz als Baustoff für menschliche Behausungen

Wie wir alle in der Schule gelernt haben, dienten unseren Vorfahren in früheren Zeiten Höhlen als Behausungen. Indem der Mensch sich zunehmend vom Jäger und Sammler hin zum Ackerbauer entwickelte, wurde er auch erfinderischer und geschickter in der Herstellung in bis dahin noch unbekannten Formen von Unterkünften.

Holz war ein relativ einfach zu bearbeitender Baustoff und ist in vielen Regionen der Erde zu finden. Besonders in früheren Zeiten war unser Planet noch von viel mehr Wald überzogen als heute. Es war also naheliegend, Holz als Werkstoff für Behausungen zu gebrauchen und so sind auch nahezu überall auf unserem Planeten noch Spuren von alten und uralten “Holzhäusern” zu finden.

Das älteste Holzhaus der Welt

Lässt sich das so einfach bestimmen? Was gilt denn als Haus? Laut Wikipedia ist ein Haus “ein Gebäude, in dem Menschen leben oder arbeiten”. Leiten wir das Wort Haus aus dem altdeutschen Wort “hûs” her, so bezeichnet es sogar alles, was irgendwie ein Dach hat.

Aber wie auch immer. Die hölzernen Bauten aus der Zeit der Pfahlbauer dürfte man gemäß dieser Definition bereits zu den Holzhäusern zählen.

Was gilt offiziell als das älteste Holzhaus der Welt

Sehen wir von den Pfahlbauten ab und konzentrieren wir uns auf eine gängigere Vorstellung, wie ein Haus auszusehen hat, so finden wir die ältesten noch erhaltenen Holzgebäude in Japan. Es handelt sich um einen buddhistischen Tempel mit einem Alter von etwa 1400 Jahren und ist Teil eines ganzen Gebäudekomplexes.

Und ein “richtiges” sehr altes Wohnhaus aus Holz

Wer das älteste Holzhaus in Europa bestaunen möchte, muss nicht so weit reisen. Es steht im Kanton Schwyz in der schönen Innerschweiz. Es ist das Haus “Bethlehem” und datiert aus dem Jahre 1287. Es ist also über 700 Jahre alt. Heute ist es ein kleines Museum.

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